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Linienentwässerung

Linienentwässerung, Anwendungsbereiche und Auswahl

 

Um die Belastbarkeit der Baumaterialen gegen Regenwasser zu gewährleisten und mühelos durch den Winter die Pfütze zu vermeiden, ist ein effektives Entwässerungssystem für jede Konstruktion zu planen. Egal, ob auf dem Balkon, Garten oder Hof, die Entwässerungsrinnen spielen rund ums Jahr eine der wichtigsten Rollen bei der Wartung der Bausubstanz. Die Linienentwässerung dient nicht nur dazu, die Niederschlagswasser abzuleiten, sondern sie führt auch andere Flüssigkeiten wie das Schmutzwasser beim Wischen, oder Chemikalien und hochaggressive Medien im Industriebetrieb ab.

Aufgrund der extremen Niederschläge in Deutschland gewinnen Systeme zur Entwässerung auf privaten, öffentlichen und industriellen Gebieten immer mehr an Bedeutung. Da ein funktionierendes Drainagesystem stark zur Reduktion der Reparaturkosten beitragen kann, lohnt es sich in einem Zuverlässigen zu investieren.

Das System besteht in der Regel aus zwei Hauptteilen: Roste und Rinnen. Der meistens gitterförmige, normalerweise einzig sichtbare Teil der Linienentwässerung ist der Rost. Es dient nicht nur dazu die Rinne abzudecken, sondern verhindert auch die Sammlung der Trümmerstücke in Rinne. Rinne steht im Gegensatz dazu unter dem Boden und leitet wie ein Rohr die Flüssigkeit bis zur Anschlusskanal hin.

Es gibt eine große Auswahl an jedem dieser Teile im Markt. Diese Baustoffe werden anhand des Anwendungsbereichs auf verschiedenen Gruppen aufgeteilt, mit denen sich dieser Artikel in Folgend ausführlich auseinandersetzt.

 

Rinnen

 

Bei der Auswahl der Rinnen ist vor allem die Belastungsklasse wichtig. Da diese in diversen Bereichen, von Privathaushalten bis zu Industriebetrieben, Anwendung finden, ist vor der Installation die passende Belastungsklasse vorzusehen. Die Eingruppierung erfolgt nach DIN EN 1433 wie folgt:

· Klasse A 15: Rinnen für Gebiete, die lediglich von Fußgängern und Radfahrern benutzt werden (zum Beispiel Grünflächen),

· Klasse B 125: Rinnen für Gehwege und PKW-Parkdecks

· Klasse C 250: Rinnen für Bereiche wie Parkplätze, Bordsteine und Seitenstreifen,

· Klasse D 400: Rinnen für Fahrbahnen oder auch Fußgängerzonen,

· Klasse E 600: Rinnen für Verkehrsflächen in Industrie- oder Militärbereiche mit Dauerbefahrung,

· Klasse F 900: Rinnen für sehr hoch belastete Bereiche wie Flugbetriebsflächen und Häfen.

 

Laut der Definition hat beispielsweise eine Rinne aus der Klasse B 125, eine Punktlast von 125 Kilonewton – das sind rund 12,5 Tonnen – im Prüflabor schadlos durchgehalten.

Heutzutage erlebt Deutschland neben erhöhter Niederschlagsmenge wegen des Klimawandels längere Trockenperioden. Deshalb wird die Rolle des Materials zum Entwässerungssystemen immer bedeutsamer.

Die Hauptelemente bei der Herstellung der Rinnenkörper sind Folgende:

a) Stahl

b) Edelstahl

c) Kunststoffe

d) Beton

e) Polymere

Diese sind ebenfalls miteinander kombinierbar und je nach dem Mischanteil kann man unterschiedliche Steifigkeiten erzielen.

Beton ist als ein langlebiger belastbarer Baustoff. Dementsprechend ist Betonrinne als druckresistent bekannt. Diese fungiert allerdings gegen Zugspannungen nicht genauso stark wie Druckspannungen. Veredelt wird Beton daher durch Mischung mit Glas-, Stahl-, Kunststoff- oder Kohlenstofffasern, die die Zugfestigkeit der Rinnenkörper erheblich verbessern, was anschließend dünnere Körper und Gewicht ermöglicht. Als Beispiel, werden Schlitzrinnen aus Stahlbeton auf Flugzeuglandebahnen eingesetzt.

Weiterhin zeichnet sich Polymerbeton durch seine glatte porenarme Oberfläche aus, die diese Stoffmischung besonders gegen die aggressiven Medien und Chemikalien stark und insofern zum Einsatz in industriellen Bereichen, Tankstellen und Umspannungswerken geeignet macht. Polymerbeton ist ebenfalls auf Grund seines Kunstharzanteiles wasserabweisend und verspricht dadurch eine hohe Frost- und Tausalzbeständigkeit.

Kunststoffrinne darf wegen ihrer etwas geringeren Stärke bis zur Belastungsklasse C 250 eingesetzt werden. Es ist besonders gut im Garten- und Landschaftsbau einsetzbar, da es dank des geringen Gewichts einfacher zum Einbau und transportieren ist. Auf gleicher Art und Weise werden diese Rinnen mit verstärkenden Additiven durchgemischt, um die Belastbarkeiten bis zur Klasse E 600 zu steigern. Diese Rinnenvariant ist jedoch gegen Sonneneinstrahlung empfindlich, was beim Einsatz unbedingt zu beachten ist. In dieser Hinsicht sind die kunststofflosen Bauprodukte von Vorteil und sind als UV-resistent gekennzeichnet.

Gemäß der "Flachdachrichtlinie 2017", die die aufzunehmende Wassermenge und Eigenschaften der Entwässerungssysteme feststellt, sollen die Bauwerke ohne Überdachung über eine Nennweite größer als 160 und diejenigen mit Vordächern über schmalere Entwässerungsrinnen verfügen. Als barrierefreie Übergänge kommen zum Beispiel die Fassaden und Dächer Inbegriff. Für diese Bereiche sollte bei der Bauplanung die Funktionalität und die harmonische Optik unter einen Hut gebracht werden, wobei sich Stahl- und Edelstahl- so wie verzinkte Stahlrinnen mit leichtem Gewicht und angemessener Flexibilität perfekt eignen.

Rosten

 

Rost bzw. Rinnenabdeckung ist normalerweise der außenstehende Teil des Systems. Im Laufe der Zeit sind vielfältige Rostvarianten entsprechend verschiedenen Einsatzbereichen entwickelt worden, die sich hauptsächlich in Materialen und äußeren Merkmalen wie Nennweite, Maschenweite und Design unterscheiden. Als Nennweite ist die Abmessung des gesamten Rosts gemeint, während sich die Maschenweite auf das lichte Maß jeweils zwischen Trag- und Füllstäben bezieht. Linienroste können aus folgenden Materialien gefertigt werden:

a) Stahl

b) Edelstahl

c) Gusseisen

d) Kunststoff

Die Rostabdeckungen sind unabhängig von Rinnenkörper, müssen aber ebenso die Standards nach DIN EN 1433 erfüllen.

Die Roste lassen sich durch Klemmen oder Verschrauben auf den Rinnen verlegen. Diese stehen in einem großen Sortiment den Bauingenieuren zur Verfügung, darunter sind zum Beispiel Steg-, Gitter, Längsstab, und Gussroste zu nennen. Analog zu den Rinnen findet man zahlreiche passende Abdeckungen in erwünschter Belastungsklasse und Maschenweite, die sich nach verschiedenen Baubranchen und Konstruktionen richten.

Es ist außerdem zu beachten, wie oft das Entwässerungssystem gewartet und gereinigt wird. Dabei spielen die Luftsauberkeit und Fahrhäufigkeit ausschlaggebende Rollen.

Welche technischen Kriterien sind bei der Entwässerung zu beachten?

 

Bei der Auswahl der passenden Linienentwässerung stellt sich immer die Frage, welche Kriterien zu beachten sind. Neben der Belastungsklasse und den Grundstoffen der Bestandteile wird es von den Fachplanern empfohlen, die folgenden Punkte zu berücksichtigen.

 

1. die Einzugsfläche und die Niederschlagswerte der Region

Die Niederschläge sind zwar innerhalb eines Bundeslandes fast gleich, es gibt aber einen riesigen Unterschied zwischen den Regenwassermengen und folglich den Entwässerungssystemen in Saarland mit 980 mL und Sachsen-Anhalt mit 475 mL (1). Auf dieser Webseite können die durchschnittlichen Niederschlagswerte einzelner Regionen nachgelesen werden. So kann eine entsprechend dimensionierte Linienentwässerung ausgewählt werden.

2. der einfache Einbau und die Wartung

Bei Berechnungen bezüglich der Auslegung der Linienentwässerung sind den Untergrund und die Flächengefälle zu berücksichtigen. Um die Lebenszeit des Entwässerungssystems zu erhöhen, sollte man außerdem die Art und Menge der Wasserverunreinigungen so wie die Häufigkeit der Reinigung mit in Zahlung nehmen.

Zwar sind die Drainageverstopfungen, die früher große Schwierigkeiten bereitet haben, heutzutage nicht sehr häufig, aber die Komposition des Ablaufwassers ist mittlerweile durch Luft- und Landverschmutzungen manipuliert. Aus diesem Grund lohnt es sich über die Möglichkeiten zur Reinigung und Instandhaltung des Systems nachzudenken, um das System vor den Verstopfungen und Entstehung der schädlichen Chemikalien zu bewahren.

3. besondere Eigenschaften

Wer einen durchgedachten perfekten Bauplan auslegen will, soll auch ein Auge auf den Einzelheiten der Baustoffe und Sonderbedürfnisse der Konstruktion halten. Geht es zum Beispiel um die Fassaden, sollte neben den Äußerlichkeiten auch besondere Eigenschaften wie die Rutschhemmung der Baumaterialen, darunter die Abdeckungsroste berücksichtigt werden.

Den Baumeistern stehen Rinnen in Varianten mit oder ohne Zargen oder Innengefälle zur Verfügung. In den Fällen, dass Linienentwässerung eine längere Oberfläche decken muss und kein Gefälle in der Oberfläche vorstellbar ist, kommen die Rinnen mit Innengefällen in Frage. Ohne Neigung kann im Winter eine Pfütze und eventuell Eis entstehen, weil das Wasser sonst nicht von alleine durch Gravitation abfließt.

Die Zarge funktioniert als ein Rahmen für die ganze Rinne und unterstützt sowohl die Betonkante als auch die Abdeckung beim Aufnehmen. Die Zargen sind ebenso in verschiedenen Ausführungen aus Guss, Edelstahl und verzinkt erhältlich.

4. zerstörte oder verstopfte Rinnen

Im Laufe des Baus steht das Entwässerungssystem unter viele Belastungen durch zu hohe Radlasten von Baufahrzeugen und Wohnmobilen. Zugleich ist das Ablaufsystem auf dem Boden der Baustelle von einer Menge aus Trümmerschutt bedroht. Ausgelöst werden schlimme Verstopfungen durch das Zusammenfallen der genannten Ereignisse. Daher scheinen die regelmäßige Reinigung und Auswahl der gemessenen Breite und Auslegung in diesem Sinn entscheidend, um die Verstopfungen mit dem genannten Ursprung zu vermeiden.

 

Wie ökologisch sind die Linienentwässerungssystemen?

 

Wird das Abwassersammlungssystem wie der menschliche Körper betrachtet, so spielen die Entwässerungsrinnen die Venen, die von jedem Bauteil bis zur Anschlusskanal gelegt sind. Der Zusammenbruch eines Bestandteils beeinflusst die Funktion das ganze System und darum liegende Umgebung, wie verengte Blutgefäße den ganzen Körper. Das heißt, es kann nicht nur das Baugrundstück schwächen, sondern führt im Fall von kontaminiertem Schmutzwasser auch zu Bodenverschmutzung. Auf der anderen Seite können die Abfallrinnen selbst zu Ausgangsquellen der Chemikalien in der Natur werden.

Um die schädlichen Auswirkungen eines ganzen Systems nachvollziehen zu können, sollen allerdings viele Faktoren genau betrachtet werden. Unter anderem Rohstoffgewinnung sowie Produktion, Herstellung, Transport und Integration bzw. Installation, Lebensdauer des Systems sowie Entsorgung respektive Wiederaufbereitung am Ende eines Lebenszyklus (2).

Mehrere Studien, durchgeführte von der TEPPFA, „the European Plastic Pipes and Fittings Association“, ergeben, dass Kunststoffrinnen und Abdeckungen in Betracht ihrer gesamten Lebensdauer einen niedrigeren ökologischen Fußabdruck im Vergleich zu den anderen Materialen hinterlassen. Bei anderen Materialen sind, laut der Studie von Sustainable Solutions Corporation (SSC), die Korrosionsraten wegen der Bakterien höher und die gesamte Lebensdauer kürzer (2).

Nach Sammlung der Abfallwasser wird diese in Anschlusskanal abgeleitet. Diese erfolgt entweder durch ein sogenanntes Trennsystem, bei dem das Regenwasser getrennt und gespeichert wird, oder ein sogenanntes Mischsystem, bei dem alle Arten vom Abwasser zusammen gemischt abgeführt werden. Die Regenwassernutzung, selbst zur Gartenbewässerung und nicht als Trinkwasser, ist ein Schritt weiter nach der Nachhaltigkeit, der hoffentlich die menschengemachten Naturschäden verringert.

 

1) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/249926/umfrage/niederschlag-im-jahr-nach-bundeslaendern/

2) https://www.wavin.com/de-de/aktuelles/news/auswirkungen-von-entw%C3%A4sserungssystemen-auf-die-umwelt

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